Nach der sehr positiven Resonanz der vergangenen Jahre wird das Leadership Connect Programm auch in diesem Jahr erfolgreich weitergeführt. Am 23. Januar führte es die Teilnehmenden nach Contwig im Landkreis Südwestpfalz.
Dort befindet sich einer der Standorte der verope AG – ein besonders spannendes Unternehmen, das einen echten Nischenmarkt bedient und darin äußerst erfolgreich ist. Die verope AG ist ein Joint Venture zwischen Pierre Verreet und der Kiswire Ltd. aus Südkorea. Der Hauptsitz liegt in der Schweiz, ergänzt durch weltweite Standorte, die eng zusammenarbeiten, unter anderem in Singapur und den USA. Produziert werden hochspezialisierte Drahtseile, die in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen zum Einsatz kommen. Und vielleicht hat man das ein oder andere dieser Seile sogar schon unbewusst gesehen – etwa am Eiffelturm, im Disneyland Paris oder im Panamakanal.
Was alle Standorte verbindet, ist eine starke und gelebte Unternehmenskultur. Am Standort Contwig befinden sich neben der verope Service Center GmbH auch das unabhängige KV R&D Center, in dem die gebündelte Expertise von Kiswire und verope zusammenkommt. Hier wird nicht produziert, sondern konfektioniert, gelagert und umfassend an den Drahtseilen geforscht und getestet.
Im Rahmen eines Rundgangs erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spannende Einblicke sowohl in das Forschungszentrum als auch in die Lagerhallen. Besonders beeindruckend waren die vielfältigen Testverfahren, mit denen die Drahtseile geprüft und ihre späteren Einsatzbedingungen realitätsnah simuliert werden, darunter Tests zum Drehverhalten, Biegeversuche sowie umfangreiche Lebensdauertests. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist zudem der regelmäßige Besuch von Kunden weltweit, bei dem die eingesetzten Drahtseile direkt vor Ort überprüft werden. Dieser Service stellt ein klares Alleinstellungsmerkmal des Standorts Contwig dar.
Ziel des Leadership Connect Programms ist es, Führungskräfte beider Seiten zusammenzubringen, um sich intensiv mit Führungsfragen auseinanderzusetzen und sich gegenseitig zu inspirieren. Da das Team des Drahtseilherstellers international aufgestellt ist, spielt interkulturelles Management dabei eine zentrale Rolle – eine gute Voraussetzung für einen Austausch mit den US-Streitkräften. Im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion stand die Frage: Wie kann in multikulturellen Teams oder bei internationaler Zusammenarbeit schnell Vertrauen aufgebaut werden?
Während Vertrauen in manchen Kontexten Zeit benötigt, sollte eine zentrale, vertrauensbildende Frage stets die Grundlage sein: Was ist das gemeinsame Ziel? Darauf aufbauend lassen sich – neben Werten wie Respekt, echtem Interesse am Gegenüber, Ehrlichkeit, Transparenz sowie Offenheit für andere Kulturen und Sprachen – stabile Vertrauensgrundlagen schaffen. In anderen Situationen wiederum ist es entscheidend, sehr schnell Vertrauen aufzubauen, etwa bei technischen Fragestellungen. Hier bildet das Vertrauen der Kundinnen und Kunden die Basis für eine erfolgreiche und langfristige Zusammenarbeit.


